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 Die Integrale Tanz- und Ausdruckstherapie (ITA) hat sich vor allem aus dem Tanztherapieansatz von Trudi Schoop entwickelt. Von Psychologe Wilfried Gürtler, dem Begründer der ITA, wurde sie tiefenpsychologisch, quantenpsychologisch und experimentell weiter entwickelt. Die Neurobiologie hat die letzten Jahre durch intensive und vielfältige Forschung wissenschaftliche Beweise (Spiegelneurone – zelluläres Körpergedächtnis – Motivationssysteme – Lernbereitschaft) zur Vernetzung körperlicher, emotionaler und seelischer Resonanzprinzipien geleistet. Dadurch erhält unsere Arbeit mit Musik, Tanz und Kreativität und unsere Sichtweise auf die Ganzheitlichkeit eines Menschen einzugehen neue Wertschätzung und Interesse. Auch in der Medizin und Psychologie gewinnen diese Erkenntnisse immer mehr an Bedeutung.
Deshalb ist es eine große Freude für uns an dieser Stelle den Ansatz und Arbeitsweise der ITA vorzustellen.
ITA orientiert sich am Menschen als unteilbares Ganzes Wir orientieren uns am Menschen als unteilbares Ganzes und berücksichtigen seine Lebenssituation, seine Lebensgeschichte und Lebensentwürfe – den bisher entwickelten Lebensstil, um die eigenen Lebensaufgaben zu bewältigen.
Wir sehen jeden Mensch als Mitschöpfer seiner Lebensprozesse, und als potentiellen Lebens-Künstler an. Krisen, Konflikte, Probleme und Symptome werden zu kreativen, persönlichen und sozialen Herausforderungen und Prozessen. Eine beratende oder therapeutische Methode kann deshalb nur eine Landkarte sein, eine Krankheit oder ein Problem, nur eine Information für uns Menschen, sich anders und neu zu orientieren. Ein Symptom ist nur ein Wegweiser, eine Methode nur eine Möglichkeit. Wir orientieren uns an den menschlichen Ressourcen und Potentialen, an der Entwicklung eines integrierten und kraftvollen Selbst, eines liebevollen Ichs und einer in sich ruhenden Persönlichkeit im Prozess des Lebens.
Dazu braucht es Selbstermutigung, Anerkennung, Mitgefühl und Zugehörigkeit.
Gesundheits- oder Krankheitsorientierung? Eine entscheidende Haltung für jede Therapie Wir machen uns in unserem Gesundheitsverständnis uraltes menschliches Wissen der Völker so wie neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus Neurobiologie, pränataler, systemischer und transpersonaler Therapie zu Nutze.
Ebenso wie die Weltgesundheitsorganisation der UNO versteht die ITA menschliche Gesundheit als einen ganzheitlichen, d.h. integren und integralen Prozess (wie dies auch die Salutogenese propagiert), weniger als einen „gesunden Zustand“ in Abwesenheit von Krankheit. Der Schwerpunkt der Salutogenese-Forschung ist, weniger zu fragen, warum jemand krank geworden ist, sondern zu fragen, wie Menschen gesund bleiben und welche Faktoren dazu beitragen.
Tanz als kraftvoller und lebendiger Ausdruck für schöpferische Lebensgestaltung Menschen tanzen in allen Kulturen und erschaffen ihrer Lebenssituation entsprechend immer wieder neue Tänze und Ausdrucksmöglichkeiten, die Emotionen, Stimmungen, Lebenseinstellung und momentanen Zeitgeist offenbaren. Deshalb können wir Ausdruckstanz genauso nutzen: Menschen erschaffen aus Atmosphären, Einstellungen und Überzeugungen, spontane Bewegungen und Impulse.
- Tanz ist Schöpfung aus dem Augenblick, vergeht und erfindet sich immer wieder neu.
- Tanz bringt uns in Schwingung, Rhythmus und Fluss.
- Tanz ist wie eine Welle, die uns zu den Strömen unserer Lebendigkeit bringt.
- Tanz weckt Lebensgeister.
- Tanz erlaubt uns auf andere, bewegte Weise mit Menschen in Kontakt und Berührung zu kommen, sich auszutauschen und neue Ausdrucksformen zu entdecken.
- Tanz weckt Lebensfreude und Kreativität und unterstützt den Menschen in seiner Lebensmotivation.
- Tanz ist E-Motion, Energie in Bewegung. Bewegung erzeugt Ausdruck, ein Gewahrwerden, ein Anliegen, eine Berührung: Es werden kleine und große Geschichten im Tanz erzählt: in Gesten und Gebärden, durch Körpersprache, Rhythmus, Atem und Stimme, Gefühle und Stimmungen. In jeder Bewegung werden Bewegungsfluss und Beziehung sichtbar, die den Menschen im Innen und Außen berühren und Wirkungen auf die Seele und die Welt haben.
 Deshalb nennen wir unseren Ansatz Integral Intergral bedeutet integrieren, zusammenführen, vereinigen, umfassen, vernetzen. Die Kraft des Ansatzes liegt darin, dass er auf die Komplexität von Erfahrung, Phänomen und Material einzugehen vermag. Dies erwächst aus der Vielfältigkeit der schöpferischen Möglichkeiten und dem Schauen, Spüren und Horchen auf das, was ein jeder Mensch als Lebenskünstler mitbringt, ausdrückt und gestaltet.  Das zeichnet uns aus und macht uns einzigartig Zur Professionalisierung legen wir Wert auf praxis- und prozessorientierte Seminare, die sinnliches, kreatives und schöpferisches Gestalten und Lernen erfahrbar machen. Persönliches Erleben, methodisches Handwerkszeug und Theorie fließen ineinander, indem diese erforscht, vertanzt und in der Gruppe gemeinsam auf ihre Wirkung hin untersucht werden. Dies fördert Entfaltung, Wandel, Motivation und Lebendigkeit.
Besondere Aufmerksamkeit Besonders widmen wir uns der persönlichen Selbsterfahrung und Begegnung. Im Erspüren biographischer Erlebnisse, Traumen und Muster können wir erkennen, wie diese mit unserem gegenwärtigen Leben verknüpft sind und als Resonanzphänomene unsere Gefühls-, Körper, Gedanken- und Seelenwelt beeinflussen. Die Offenheit und Freude an den persönlichen „Bewegungen“ zu arbeiten unterstützt eine professionellen Haltung und Präsenz in Beratung und Therapie.
Zielgruppe Zielgruppe sind grundsätzlich alle Menschen die mit Hilfe der Kreativität, besonders mit Ausdruckstanz, Bewegung und Gestaltung, sich Selbst und andere Menschen künstlerisch oder pädagogisch in der Gesundheitsförderung, sowohl beratend, therapeutisch, beim persönlichen Entwicklungsprozess und ihrer authentischen Selbstbegegnung begleiten wollen.
Die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten der ITA bieten neue Perspektiven und Synergien für Menschen aus medizinischen, pädagogischen, pflegerischen, psychologischen, sozialen, künstlerischen und theologischen Berufen.
Wesentlich ist der Wunsch und die Bereitschaft nach Selbstbegegnung und therapeutischer Eigenerforschung, sowie die Freude andere Menschen in Problem- und Krisensituationen professionell und lösungsorientiert zu begleiten.
Die beruflichen Einsatzfelder - in der Gesundheitsförderung und Rehabilitation
- im psycho- und sozialtherapeutischen Bereich
- in psychosomatischen und psychiatrischen Kliniken
- m pädagogischen, kulturellen und sportlichen Bereich
- in freien Kursen zur Selbsterfahrung
- als berufliche Weiterbildung für TherapeutInnen, LehrerInnen, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen
- im künstlerischen und kreativen Bereich wie Tanz, Theater, Spiel und Gestaltung
- mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und alten Menschen
- Gewalt- und Suchtprävention
- neue Synergieeffekte, neue Netzwerke in Gesundheit, Arbeit und Gesellschaft
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